
60 Jahre lang fuhr die Straßenbahn durch den Prater zur Galopprennbahn Freudenau. Dann war sie den Autos im Weg.

60 Jahre lang fuhr die Straßenbahn durch den Prater zur Galopprennbahn Freudenau. Dann war sie den Autos im Weg.

Der gebürtige Leopoldstädter Max Steiner bereicherte mit seinen Kompositionen Filme wie Casablanca oder Vom Winde verweht. Seine Geburtsstadt hat den dreifachen Oscar-Preisträger dennoch fast vergessen.

In der Jägerstraße erinnert eine Gedenktafel an den Kommunisten Fritz Hedrich. Seine Geschichte ist eng verknüpft mit einem der übelsten Verräter in der NS-Zeit.

Wo entstand das weltweit erste Indoor-Skigebiet? In der Brigittenau, in den 1920er Jahren. Der Erfolg hielt sich freilich in Grenzen.

Im Oktober 1873 wurde die erste Wiener Hochquellenleitung in Betrieb genommen. Ihr „Vater“, der Geologe Eduard Suess, lebte bis zu seinem Tod 1914 in der Leopoldstadt.

Tethysgasse und Afrikanergasse: Zwei Straßenzüge in der Leopoldstadt tragen Erinnerungen an den Geologen und Politiker Eduard Suess.

Hier lebten Zöllner, Gastwirtinnen, Anwälte und Tänzerinnen. Wer wird jetzt in eines der ältesten und bekanntesten Häuser der Leopoldstadt einziehen?

Herbert und Krista Grünwald wuchsen in der Leopoldstadt in den letzen Kriegsjahren und der Nachkriegszeit auf. Sie erinnern sich an Hunger und Wiederaufbau – und zeigen eine beeindruckende Fotosammlung.

In einem neuen Buch dokumentiert das Wien Museum die Geschichte von „Poldi“ – dem Wal aus dem Wurstelprater

Bis 1974 verband die Straßenbahnlinie 11 auf der Engerthstraße die Bezirke 2 und 20. Kaum eine andere Gegend Wiens hat sich seither so radikal verändert.

Wie Österreichs bekannteste Band zu ihrem Namen kam – und wer die wilde Frau war, die ihn tatsächlich getragen hat.

Nur massiver Bürgerprotest konnte die Zerstörung des ehemaligen Hotel National in der Leopoldstadt verhindern. Was wird nun aus dem historisch bedeutenden Gebäude in der Taborstraße?

In der Heinestraße sollten die Iraner vor 25 Jahren manipulierte Atomwaffenpläne erhalten. Der Plan scheiterte an einem russischen Wissenschaftler und dem österreichischen Briefträger.

Therese Krones war die berühmteste Schauspielerin im Wien der Biedermeierzeit. Doch ein Kriminalfall beendete abrupt ihre Karriere.

Sie kam aus Deutschland und ging nach Brasilien. In der Leopoldstadt aber schrieb die Familie Hoerde Industriegeschichte – und hinterließ ein beeindruckendes Fabrikensemble.

Vor 120 Jahren wurde in der Brigittenau Europas modernstes Obdachlosenheim eröffnet. Später litt es unter seinem schlechten Ruf – und mit ihm die ganze Straße.

In der Leopoldstadt stand einst das größte und modernste Hallenbad Europas. Glieben ist nur die Erinnerung und eine ziemlich unbrauchbare Immobilie.

In der Brigittenau haben öffentliche Räume meist männliche Namen. Eine Ausnahme: der Maria-Restituta-Platz. Er erinnert an eine Frau, die sich den Nationalsozialisten widersetzte – und dafür mit dem Leben bezahlte.

In einem Haus im Volkertviertel konnte ein in Deutschland gesuchtes Paar jahrelang untertauchen. Ihre Entlarvung endete tödlich.

Die berühmte Autorin lebte bis zu ihrem Tod in einer Dachwohnung nahe des Hannovermarkts. Kinderbücher schrieb sie hier keine mehr, Interviews gab sie aber noch einige.

Auf dem Wiener Nordbahnhof kamen viele Jüdinnen und Juden an, die aus der Enge der galizischen Schtetln in die Hauptstadt der Monarchie flohen. Dass vom selben Bahnhof auch Deportationszüge nach Auschwitz fuhren, ist heute fast vergessen.

Durch die Trunnerstraße fuhren einst Hitler, Göring und Goebbels zu ihren Auftritten im Nordwestbahnhof. Heute erinnert hier ein Park an eine von den Nazis ermordeten jüdischen Schriftstellerin

Wo heute in der Brigittenau Schrebergärten entlang eines Bahndamms stehen, wurde 1848 der deutsche Parlamentarier Robert Blum von kaiserlichen Truppen hingerichtet.

Der Gaußplatz hieß früher nach einer jungen Erzherzogin, der eine heimlich gerauchte Zigarette zum Verhängnis wurde.

Wo heute ein deutscher Diskonter und ein jüdischer Supermarkt ihre Waren anbieten, stand bis in die letzten Kriegstage eine Reitschule mit bemerkenswerter Architektur.

Ein unscheinbarer Malerbetrieb in der Wallensteinstraße 55 schließt – und legt ein Stück Wiener Kinogeschichte frei.

Der Leopoldstädter Arnold Deutsch opferte sich angeblich während der Nazi-Herrschaft für ein freies Österreich. Tatsächlich war er ein Top-Spion der Sowjetunion.

Die wechselhafte, von Krieg und Zerstörung geprägte Geschichte einer Häuserzeile am Donaukanal.

Wie zwischen zwei Donaubrücken bei Wien ein eigene Gemeinde entstand. Und wie diese durch die Flussregulierung wieder in der Donau verschwand.